Klaus Ißling
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Testamentsvollstreckung

 

Informationen zur Testamentsvollstreckung


Will jemand von der gesetzlichen Erbfolge, die im Erbrecht des Bürgerlichen Gesetzbuches geregelt ist, abweichen, muss er ein Testament aufsetzen.


Damit die Verfügungen, die jemand für seinen Todesfall trifft, auch ausgeführt werden, sollte eine Person bestimmt werden, die das Vertrauen des zukünftigen Erblassers genießt. Diese bringt die letztwilligen Verfügungen des Erblassers zur Ausführung. Stehen hierfür keine geeigneten Familienangehörigen, Verwandte oder Freunde zur Verfügung, bietet es sich an, eine sachkundige und zuverlässige dritte Person als Testamentsvollstrecker zu benennen.


Gründe hierfür sind häufig, dass Personen unverheiratet und kinderlos leben, dass Kinder aus verschiedensten Gründen weit entfernt vom Erblasser leben, unter Umständen weder die persönliche Eignung noch das Durchsetzungsvermögen besitzen, die letztwilligen Verfügungen auszuführen, Familien sich nach Scheidung und Wiederheirat von einem oder beiden Ehegatten als Patchworkfamilien zusammensetzen oder auch der Nachlass sich aus in- und ausländischem Vermögen sowie Schulden zusammensetzt. Daneben sind viele andere Konstellationen denkbar, wie den Erhalt des Erbteils eines behinderten Kindes, den Schutz des Erbteils vor einer eventuellen Verschwendungssucht eines vorgesehenen Erben, die dem Erblasser bekannt ist, und ähnliches.


Die Testamentsvollstreckung kann entweder die Aufgabe haben, eine Auseinandersetzung unter den Erben durchzuführen oder den Nachlass bis zu einem bestimmten Datum oder Ereignis, z.B. Volljährigkeit eines Kindes, zu verwalten.


Beim Tod eines Menschen müssen häufig Sofortmaßnahmen ergriffen und Dinge geregelt werden, die keinen Aufschub dulden:

- Regelung der Bestattung

- Versorgung von Haustieren

- Sicherung des Nachlasses

- Verkehrssicherungspflichten

- Benachrichtigung von Versicherungen

- Post entgegennehmen

- Rentenversicherung und Arbeitgeber benachrichtigen

- Zeitungen abbestellen

- Mitgliedschaften kündigen

- u.ä.


Aus den vielen Jahren der Zusammenarbeit mit Rechtsanwälten und Notaren, Hausverwaltern, Dienstleistern und Handwerkern verfüge ich über ein Netzwerk, um beim Tod eines Menschen sofort einspringen zu können. So wird der Nachlass gesichert und es entsteht kein Schaden, für den Erben einstehen müssen.


Bedenkt jemand in seinem Testament Personen, denen er dankbar ist, da ihm diese zu Lebzeiten Gutes getan oder gepflegt haben, so sehen die Erben dadurch häufig nur die Schmälerung ihres Erbteils. Als Testamentsvollstrecker führe ich die Verfügungen des Erblassers auch gegen den Willen der Erben aus, soweit dies innerhalb des gesetzlichen Rahmens möglich ist.


Die Frage der Schwaben: Versteht ihr euch noch oder habt ihr schon geteilt? stellt sich nicht, wenn die Teilung des Nachlasses nicht von Erben, sondern von mir bewirkt wird. Somit kann der Familienfrieden trotz Teilung des Erbes gewahrt bleiben, wenn ein Testamentsvollstrecker bestimmt wird.


Damit sichergestellt ist, dass Sie bis zu Ihrem Tod ein selbstbestimmtes und menschenwürdiges Leben entsprechend Ihren höchst persönlichen Vorstellungen leben können, unterstütze ich Sie gerne dabei, eine Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung abzufassen.


Der Testamentsvollstrecker hat nach § 2221 BGB Anspruch auf eine angemessene Vergütung. Dabei richte ich mich nach der Neuen Rheinischen Tabelle.